Mit der neuen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) schafft die Europäische Union einen einheitlichen Rechtsrahmen für Verpackungen und Verpackungsabfälle in Europa. Hintergrund ist die stetig wachsende Menge an Verpackungsmaterial, die häufig bereits nach einmaliger Nutzung entsorgt wird. Dies führt zu einem hohen Ressourcenverbrauch und einer erheblichen Umweltbelastung. Die PPWR verfolgt das Ziel, Verpackungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg nachhaltiger zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Reduzierung von Verpackungsabfällen, die Förderung der Kreislaufwirtschaft sowie die Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Die Verordnung betrachtet erstmals den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung – von der Materialauswahl über die Produktion und Nutzung bis hin zur Wiederverwertung. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören: Die wichtigsten Meilensteine der PPWR Die Umsetzung erfolgt schrittweise: Ab 12. August 2026: Der Geltungsbeginn Ab 2028 Ab 2030 Was bedeutet die PPWR für Materialhersteller? Für Materialhersteller beginnt jetzt eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Viele der heute eingesetzten Verpackungsmaterialien werden hinsichtlich ihrer Recyclingfähigkeit, Stoffzusammensetzung und Umweltverträglichkeit neu bewertet. Besonders gefragt sind künftig Materialien, die: Gleichzeitig müssen Materialhersteller deutlich mehr Informationen über Materialzusammensetzung, Herkunft und Recyclingfähigkeit bereitstellen. Die gesamte Lieferkette wird transparenter und dokumentationsintensiver. Auswirkungen auf die Verpackungs- und Druckindustrie Die neuen Anforderungen betreffen nicht nur Verpackungshersteller, sondern die gesamte Wertschöpfungskette. Neue Materialien bringen oftmals andere Eigenschaften mit sich wie zum Beispiel veränderte Materialstärken, neue Faserzusammensetzungen und verändertes Stanz- und Verarbeitungsverhalten. Gerade bei der Umstellung auf nachhaltigere Verpackungslösungen müssen Produktionsprozesse neu bewertet und angepasst werden. Was bedeutet das für Kocher+Beck? Als Spezialist für Rotationsstanztechnik beschäftigt sich Kocher+Beck intensiv mit den Auswirkungen der PPWR auf Verpackungsmaterialien und Produktionsprozesse. Neue Materialien erfordern häufig auch angepasste Werkzeuge. Änderungen bei Materialstärke, Faserstruktur oder Verbundaufbau beeinflussen unmittelbar die Anforderungen an Stanzbleche und Stanzwerkzeuge. Damit Verpackungen auch künftig wirtschaftlich, präzise und prozesssicher produziert werden können, müssen Werkzeugtechnik und Materialentwicklung Hand in Hand gehen. Unsere Experten beobachten die regulatorischen Entwicklungen kontinuierlich und arbeiten eng mit Materialherstellern, Verpackungsproduzenten und Markenartiklern zusammen. Dadurch können wir frühzeitig auf neue Anforderungen reagieren und geeignete Lösungen entwickeln. Gemeinsam die Herausforderungen der PPWR meistern Die PPWR wird die Verpackungsbranche in den kommenden Jahren nachhaltig verändern. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, neue Materialien einzusetzen, Prozesse anzupassen und gleichzeitig hohe Qualitäts- und Effizienzstandards einzuhalten. Kocher+Beck versteht sich dabei nicht nur als Werkzeuglieferant, sondern als Entwicklungspartner. Durch unser Know-how in der Stanztechnologie unterstützen wir unsere Kunden dabei, neue Verpackungskonzepte erfolgreich umzusetzen und die Anforderungen der PPWR sicher zu erfüllen. Die Zukunft der Verpackung wird nachhaltiger, transparenter und kreislauffähiger. Mit dem richtigen Partner an ihrer Seite können Unternehmen diese Veränderungen nicht nur bewältigen, sondern als Chance nutzen. Kocher+Beck begleitet diesen Wandel – heute und in Zukunft. PPWR: Die neue EU-Verpackungsverordnung
PPWR: Die neue EU-Verpackungsverordnung verändert die Verpackungsindustrie grundlegend

